Artikel vom 28.07.2018 in der Kehler Zeitung :

28.07.2018

Die SPD Kehl bedauert in einer Pressemitteilung den Schließungsbeschluss des Kreistags zum Kehler Krankenhaus: Die Kehler SPD kritisiert die Schließung des Kehler Krankenhaues im Jahr 2030, da noch immer nicht genau erläutert werden konnte, »wie über dieses Datum hinaus eine medizinische Nahversorgung der Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt gewährleistet werden soll. Vor allem im Notfall muss eine schnellstmögliche Versorgung vorhanden sein mit kurzen Anfahrtswegen und bestmöglicher Behandlung«, fordern die Sozialdemokraten. Zudem mache die noch offene Standortfrage in Offenburg die »übereilte Entscheidung« für die SPD »mehr als fragwürdig«. Grund: »Windschläg als geeignetster Standort für Kehl und Oberkirch sieht sich jetzt schon dem Widerstand der Deutschen Bahn (Behinderung Tunnelbau), als auch Teile der ansässigen Bevölkerung ausgesetzt. Dagegen würde ein Standort im Süden von Offenburg durch längere Anfahrtswege eine höhere Beeinträchtigung für uns alle bedeuten. Diese Frage hätte schon vor Abstimmung und vielleicht sogar vor dem Gutachten geklärt werden müssen«, kritisiert die SPD Kehl. Auch wie jetzt noch – angesichts der Schließung des Hauses – »qualifiziertes Personal angeworben werden soll, erschließt sich uns nicht«. Das bestehende, »sehr gute Personal« werde irgendwann in den Ruhestand gehen oder eine neue Herausforderungen suchen, heißt es. »Danach wird es aus unserer Sicht doch sehr schwer, neue talentierte Leute für das Krankenhaus Kehl zu begeistern«, so die SPD. Zudem: »Die Förderungen durch das Land Baden-Württemberg beruhen hauptsächlich auf mündlichen Aussagen, ob diese wirklich wie angegeben fließen werden, wird sich erst noch herausstellen. Eine verbindliche Zusage hätte hier womöglich Klarheit geschaffen inwiefern die Großprojekte den Haushalt des Ortenaukreises belasten.« Es stelle sich die Frage, ob Geld am Ende woanders fehlen werde, wenn die Förderung nicht – »wie großzügig geplant« zustande komme. Für die SPD Kehl ist die Überprüfungsklausel bis 2025 »nur eine Beruhigungspille«. Denn ohne Konzept bei der Struktur und Finanzierung und vor allem ohne geeignetes Personal sei es unklar, wie das Krankenhaus Kehl bis 2025 da steht. Deshalb fordert die SPD schnellstmöglich Klarheit für Bürger. Sie verlangt, »dass mit offenen Karten gespielt wird«. Abschließend heißt es: »Wir werden weiterhin für den Erhalt des Krankenhauses kämpfen und suchen jeden Strohhalm, an dem wir uns festhalten können, um die Nahversorgung der Bürgerinnen und Bürger zu erhalten.«

 
 


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